Bericht vom Clubausflug 2009

Der diesjährige Clubausflug führte in die österreichische Zugspitzregion um Lermoos und Ehrwald im Wettersteingebirge.

Am Fronleichnam-Feiertag, pünktlich um 6 Uhr früh, setzte sich der MSC-Tross in Bewegung. Nach einer obligatorischen Frühstückspause in Stuttgart wurde der neu eröffnete schwebende Autotempel, das neue Porschemuseum, in Stuttgart-Zuffenhausen besucht. Einem weißen Raumschiff gleich, schwebt der 140 Meter lange Neubau am Stammsitz des Autobauers und ruht nur auf drei Stützen. Die kühle Architektur steht im bewussten Kontrast zu den eher runden Formen der Porsche Modelle. Die 80 Exponate spiegeln die Geschichte der Renomiermarke Porsche an hand von Orginalfahrzeugen und Autos aus den verschiedensten Epochen seit 1939 wieder. Auch die erfolgreichsten Rennsportfahrzeuge des Sportwagenbauers Porsche waren zu bewundern.

Auf der Weiterfahrt nach Österreich wurde der Mittagshalt in der Brauereigaststätte "Zum Stift" in Kempten verbracht. Nach Speis und Trank besichtigten wir die sehenswerte St. Lorenz Basilika aus dem 17. Jahrhundert mit ihrer eindrucksvollen Doppelturmfassade. Nach kurzer Fahrt durch das grüne Allgäu konnten dann am frühen Abend die Zimmer im Quartier "Lärchenhof" in Lermoos bezogen werden. Das erste Abendmahl nahmen wir "Bei Willi" ein, dessen Portionen so gigantisch waren, dass sogar unser Vieze zufrieden gestellt wurde. Danach wurde das Touristendorf Lermoos erkundet. Da erkunden bekanntlich durstig macht, landeten wir in der "Wetterlochbar" wo der Abend ausklang.

Am ersten Wandertag ließen wir uns mit der Ehrwalder Almbahn auf 1502 m Höhe bringen und wanderten von dort zur Seebenalm, wo die erste Rast eingelegt wurde. Die berggängigen traten von dort den Aufstieg zur Coburger Hütte auf 1917 Höhenmetern an. Bei herrlichem Sonnenschein war von dort der Ausblick auf die prallen Felswände des Zugspitzmassivs und die schön geformte Pyramide der Ehrwalder Sonnenspitze phänomenal. Der etwas unterhalb gelegene Drachensee bildete einen reizvollen Kontrast zu den schroffen Gipfeln der Mieminger Berge und man konnte die Seele baumeln lassen. Auf dem Rückweg zur Ehrwalder Alm stoß man im Basislager "Seebenalm" wieder zu dem Fußvolk und begab sich mit der Seilbahn nach Ehrwald und zurück zum Hotel um in gemütlicher Runde einen Sundowner einzunehmen.




Zum Abendessen wurde der "Juchhof" in Lermoos ausgewählt , in dem an diesem Abend die Hauskapelle die "2 Ponys" zum Tanz aufspielte. Vor Ort hatte sich allerdings nur 1 "Pony" an das Keybord getraut. Die anfänglich noch ziemlich schrägen Töne des Ponys besserten sich zusehends. Zur späteren Stunde wurde von den tanzfreudigen Motorsportfreunden sogar noch ein flotter Tanz aufs stumpfe Parkett gelegt. Ein besondere Attraktion des Hotels "Juchhof" waren allerdings ohne Zweifel die neu renovierten sanitären Anlagen. Diese waren nach Aussage eines MSC`lers mit attraktiven "Camäleonfliesen" ausgestattet, die mit fortgeschrittener Abendstunde angeblich die Fliesenfarben wechselten! Ein weiteres Highlight des Abends war der nächtliche Auftritt des Marillenkönigs auf dem Hotelflur, in seiner spärlichen Bettbekleidung. Nachdem der dadurch ausgelöste Schock bei den weiblichen Mitreisenden nachließ, konnte der Nachtwandler wieder seiner Unterkunft und der darin befindlichen Toilette zugewiesen werden.

Am nächsten Morgen stand der höchste Berg Deutschlands, die Zugspitze, auf dem Programm. Da sie ihr Haupt noch verhüllt hatte, wurde kurzfristig eine Wanderung zum Eibseeblick und der Hochtörlhütte am Fuße der Zugspitze eingeschoben. Das Warten hatte sich gelohnt, denn das Wetter hatte sich gebessert, und wir konnten die Fahrt auf die Zugspitze antreten. Mit der modernen Tiroler Zugspitzbahn ging es in 10 Minuten über nur 3 Stahlstützen die 1725 Höhenmeter aufwärts auf die österreichische Seite des Berges. Oben angekommen konnte man wie für das Hochgebirge üblich alle Wettervariationen erleben, zuerst Wolken, dann Hochnebel und dann auch relativ klare Sicht. Eine kurze Wanderung zum Münchner Haus, auf die deutsche Seite der Zugspitze und schließlich zum neu renovierten goldenen Gipfelkreuz des beinahe 3-Tausenders rundeten den gelungen Tagesausflug ab. Die Probleme bei dem Zugang zur Talfahrt konnten von einem Mitreisenden sofort vor Ort ausgeräumt werden, da dieser - nach mehrmaligem Versuch die alte Fahrkarte der "Ehrwalder Almbahn" dem Fahrkartenautomat der "Tiroler Zugspitzbahn" schmackhaft zu machen - noch rechtzeitig den Irrtum bemerkte. Das Abendmahl wieder "Bei Willi", warf diesmal ein eklatantes mathematisches Defizit des Restaurantbesitzers auf. Dieses konnte allerdings durch die Mithilfe zahlreicher MSC-Akademiker mit einer selbst erstellten Rechnung ausgeglichen werden.




Am nächsten Morgen traten wir die Heimfahrt an, die in Wolfegg im Schwäbischen Allgäu unterbrochen wurde. Die Gruppe teilte sich nach ihren Interessen und besuchte entweder das Bauernhofmuseum Wolfegg oder das Oldtimer Paradies von Fritz B. Busch am Schloss. Den Abschluss bildete dann ein Aufenthalt im idyllischen Biergarten des Bauernhofmuseums mit üppigen Portionen für alle. Am frühen Abend trafen wir wieder in Fränkisch-Crumbach ein und resümierten einen gelungenen Ausflug in die Berge.


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